Schulung - Partizipation
Schulung des Panels der Vielfalt und Konstituierungworkshop
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Schulung des Panels der Vielfalt und Konstituierungworkshop
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Die Basisschulung Partizipation findet im Rahmen des Konstiuierungsworkshops des Panels der Vielfalt (PdV) im KIDD-Prozess statt. In diesem Workshop wird der allgemeine Rahmen des KIDD-Prozesses beschrieben und die Arbeitsweise des PdVs weiter definiert. Die Teilnehmer:innen (TN) konstituieren sich in diesem Workshop als PdV. Zudem verstehen sie den allgemein-politischen Kontext ihrer Arbeit.
Dauer: 120 Minuten
Eine Woche vor der Konstituierungssitzung wird den TN des PdV ein Informationsblatt zum KIDD-Prozess und zur Arbeitsweise des PdV zugesandt. Dieses Informationsblatt enthält folgende Elemente:
• Vorwort der Unternehmensleitung / Projektleitung über KIDD im Kontext der Unternehmenspolitik
• Rechtlicher, ethischer, politischer Kontext und Vorgehensweise von KIDD
• PdV: was ist das, was waren Auswahlkriterien, was sind die Funktionen und Aufgaben des PdV
• Welchen erwartbaren Umfang hat die Arbeit des PdV.
Wissen/Verständnis: Die TN verstehen den allgemeinen Ablauf des KIDD-Prozesses. Die TN verstehen die Bedeutung von Diversität und die Rolle des PdV bei der Einführung von KI und AES im Unternehmen. Sie kennen die rechtlichen Grundlagen des KIDD-Prozesses insbesondere den Artificial Intelligence Act der EU.
Anwendung/Analyse: Die TN können die Bedeutung von Partizipation und Mitbestimmung bei der Einführung von KI und AES im Unternehmen kritisch reflektieren.
Synthese/Beurteilung: Die TN können Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Anschaffung bzw. Einführung von KI/AES im Unternehmen reflektieren und bewerten. Die TN haben sich über ihre Arbeitsweise und Entscheidungsfindung als PdV verständigt und können als Gremium Mehrheits-, Konsent- oder Konsensentscheidungen anwenden.
dient der Konstituierung des Panels der Vielfalt (PdV) und der Herstellung des Kontextes der Arbeit des PdV in Bezug auf Unternehmenspolitiken. Dazu sollte möglichst eine Person aus der Unternehmensleitung die Bedeutung des KIDD-Prozesses und der Arbeit des PdV herausstellen, um die Wichtigkeit der Arbeit zu betonen und die Wertschätzung dafür zum Ausdruck zu bringen. Nach einer persönlichen Vorstellungsrunde aller Anwesenden erfolgt eine kurze Vorstellung der Vision der zu entwickelnden oder einzuführenden Software, damit die TN verstehen, wen diese betrifft und was ihr Zweck im Unternehmen ist. (20 Minuten)
erläutert, warum es bei dieser Software rechtlich notwendig oder geboten (die Kritikalitätsstufen des Artificial Intellegence Acts der EU werden kurz erläutert) ist, Mitarbeitende bei ihrer Beurteilung zu beteiligen. Die TN verstehen den rechtlichen, ethisch-normativen und technischen Kontext, in dem ihre Arbeit steht. Zudem haben TN Vorbegriffe der Verzerrungs- und Diskriminierungsproblematik bei der Entwicklung oder Einführung von KI/AES. (10 Minuten)
skizziert kurz den allgemeinen Überblick und die allgemeine Struktur des KIDD-Prozesses und seine Bestandteile. (15 Minuten)
erläutert, warum ein Panel der Vielfalt ein wichtiges Gremium ist, um die Einführung einer neuen KI/AES kritisch zu begleiten. Dazu wird in einem ersten Schritt kurz ein Vorschlag zur gemeinsamen Arbeitsweise unterbreitet. Daraufhin wird die grundlegende Fragestellung thematisiert, ob „Lai:innen“ überhaupt in der Lage sind, KI/AES kritisch zu beurteilen. Dies wird am „Milchbeispiel“ erläutert. Es stellt in Analogie fest, dass jede:r Kriterien zur Beurteilung von Milch hat, ohne den genauen Produktionsprozess zu kennen. Diese Kriterien sind allerdings interindividuell unterschiedlich, weswegen Diversität in einem „beurteilenden Gremien“ wichtig ist. Anschließend wird kurz eine Systematik von Diversitätskriterien eingeführt und schließlich herausgearbeitet, warum vielfältige Perspektiven wichtig sind. (10 Minuten)
beinhaltet zwei Kleingruppenarbeitsphasen (5-8 Personen/Gruppe), in denen sich die TN mit ihrer Rolle und der Arbeit im PdV im Unternehmenskontext auseinandersetzen. Die erste Gruppenarbeit thematisiert und reflektiert die eigene Position bzw. Positionalität der TN. Diese werden aufgefordert, sich vorzustellen, dass das PdV ein Jahr alt wird und welche Rolle / Perspektive sie aufgrund Ihrer Erfahrung im Panel eingebracht haben. Daran anschließend sollen die PdV Mitglieder reflektieren, welche Perspektiven fehlen und wie diese einbezogen werden könnten. Zudem sollen sie darüber nachdenken, wie im Unternehmen über das PdV in dieser Zukunft gesprochen wird. Die Ergebnisse der Gruppendiskussion werden auf einer realen und virtuellen Pinnwand gesammelt. Die Ergebnisse aus der Kleingruppendiskussion werden dann im Plenum kurz präsentiert. Abschließend zu dieser ersten Arbeitsphase werden die TN in einer Hausaufgabe aufgefordert, mit Menschen im Unternehmen aus denjenigen Gruppen zu sprechen, die nicht im PdV vertreten sind, und dabei nach deren Gedanken, Hoffnungen und Befürchtungen bezüglich der einzuführenden Software zu fragen.
In der zweiten Kleingruppenphase wird über den Unternehmenskontext und mögliche Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren diskutiert. Dazu werden wieder zwei Kleingruppen gebildet, wobei die erste Kleingruppe die Frage diskutiert, was ideale Voraussetzungen für die Arbeit des PdV wären, während die zweite Kleingruppe die Kopfstandmethode anwendet und überlegt, was die Geschäftsführung und andere Akteure tun müssten, damit die Arbeit des PdV vollständig gegen die Wand fährt. Die Ergebnisse werden auf einer realen oder virtuellen Pinnwand gesammelt und abschließend im Plenum diskutiert.
fasst die Ergebnisse des Workshops zusammen und skizziert die Themen der nächsten Sitzungen des PdV.
1 Beamer
1 Laptop
1 Moderationskoffer
2 Pinnwände
KIDD-Prozess Ebene 1 und Ebene 2 als DIN A3 Grafik
1
Begrüßung/Auftakt
TN kennen die Tagesordnung und verstehen den Rahmen des KIDD-Prozesses im Kontext der Unternehmenspolitik
Input
Kurzvorstellung der Workshopleitung und der Verantwortlichen
Kurzvorstellung der Tagesordnung
Begrüßung durch Unternehmensleitung und Dank für die Mitarbeit
´5
10.00-10.05
2
Vorstellungsrunde
TN kennen die anderen Mitglieder des PdV
Input
TN werden in systematischer Reihenfolge (ist kontextuell zu bestimmen) gebeten, sich entlang der Leitfragen zu diesem Schritt kurz vorzustellen
´5
10.05- 10.10
3
Kontext herstellen
KIDD in Ihrem Unternehmen: Welche Softwarelösung soll eingeführt werden? Was ist die Vision?
Nach welchen Kriterien wurde das PdV zusammengestellt?
TN kennen den Hintergrund des Workshops und seine Einbettung in das gesamte Vorhaben des Unternehmens
Die TN verstehen, was die Software macht, wen sie betrifft und was ihr Zweck im Unternehmen ist, warum sie entwickelt wurde und was damit erreicht werden soll (Wirkungsziel).
Input
Präsentation zur Softwarelösung
Präsentation des Unternehmenskontextes und zur Einbindung des PdV
´10
10.10-10.20
4
Rechtlicher Hintergrund
Warum verdient die Einführung vonKI/AES besondere Aufmerksamkeit?
Was sind die rechtlichen Grundlagen?
Warum sind Transparenz, Verzerrungsarmut, Gerechtigkeit wichtig?
TN verstehen den rechtlichen, ethisch-normativen und technischen Kontext, in dem ihre Arbeit als PdV steht
TN haben Vorbegriffe /erste Ideen der Verzerrungs- und Diskriminierungsproblematik bei KI und AES
Input
EU-Verordnung zu KI:
ethisch-normative Zielsetzungen: Transparenz, Gerechtigkeit, Zieldienlichkeit, Robustheit anhand von Praxisbeispielen
technische Grundlagen und Stufen der Kritikalität: Daten und Regeln von Algorithmen anhand von Praxisbeispielen
PowerpointPräsentation
Charts zur EU-Regulierung, Kritikalität und Anforderungen an KI
Beispiele von Verzerrungsrisiken
Leitfragen:
Ist es sinnvoll?
Ist es passend?
Ist es fair?
´10
10.20-10.30
5
Der KIDD-Prozess
Wie wird der KI / AES-Einführungsprozess im Rahmen von KIDD umgesetzt?
Welche Rolle spielt das PdV in diesem Prozess?
TN verstehen das Vorgehen des KIDD-Prozesses und seiner Bestandteile
Input:
Impuls zur V3 des KIDD-Prozesses
PowerpointPräsentation
10 + 5 Min Fragen
10.30-10.45
5 Min. Pause
´5
10.45-10.50
6
Input Diversity
TN verstehen die allgemeine Arbeitsweise des PdV
TN verstehen warum Diversität des PdV wichtig zur kritischen Beurteilung von Software sein kann.
Input
Zentrale Bedeutung von Laienkompetenz und der Rolle von Diversität.
PowerpointPräsentation
Charts zu Milch“ und praktischer Urteilskraft des PdV
Charts zu Diversität und Multiperspektivik
´5
10.55-11.00
7a
Kleingruppendiskussion 1
Reflexion des individuellen Beitrags der Mitglieder des PdV
TN begreifen die Bedeutung ihrer Lebensweltexpertise und ihres Beitrags im PdV
TN verstehen die zentrale Bedeutung von Partizipation und Verfahrensgerechtigkeit.
Moderierte Kleingruppenarbeit zur Fragestellung:
Stellen Sie sich vor, das PdV wird ein Jahr alt.
AG1: Was war Ihre Rolle / Perspektive, die Sie aufgrund Ihrer Erfahrung im Panel eingebracht haben?
AG2: Wie wird im Unternehmen über das Panel gesprochen?
Welche Erfahrungen und Perspektiven bringen die Mitglieder des PdV in die Arbeit mit ein und warum ist es wichtig vielfältige Stimmen zu hören?
(Reflexion der Schnittstelle Partizipation und Diversität)
Gemeinsame Arbeit in Mural (s. Beispiel Anlage 1)
´15
11.00-11.20
7b
Auswertung der Kleingruppendiskussion
und Ergebnissicherung:
TN begreifen ihre Vielfältigkeit im PdV als Chance.
Moderation: Hausaufgabe: sprecht Menschen im Unternehmen aus diesen Gruppen an und fragt nach ihren Befürchtungen.
Moderiertes Plenum: Welche Stimmen werden gehört, wer könnte noch gefragt werden?
Diskussionsergebnisse der Gruppe geteilt
´7
11.20-11.25
8a
Kleingruppendiskussion 2
Reflexion der Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Arbeit des PdV
TN haben sich über eine gemeinsame Arbeitsweise des PdV verständigt
TN begreifen Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Arbeit des PdV im Unternehmenskontext
Moderierte Kleingruppenarbeit zu den Fragestellungen:
AG 1: Was wären ideale Voraussetzungen für die Arbeit des PdV?
AG 2: Kopfstandmethode: Was müsste die Geschäftsführung und andere Akteure tun, damit die Arbeit des PdV vollständig gegen die Wand fährt?
Gemeinsame Arbeit an Mural. (s. Anhang 2 + 3)
MODERATIONSHINWEISE:
Kopfstand: jede:r TN überlegt sich 1-2 Ideen und gibt direkt einen Lösungsvorschlag mit
´20
11.25-11.45
8b
Auswertung der Kleingruppendiskussion und Ergebnissicherung: Abstimmung über Arbeitsweise
TN begreifen die Chancen und Herausforderungen der Arbeit des PdV als diversem Gremium
Moderiertes Plenum: Welche minimalen und wünschenswerten Voraussetzungen eines erfolgreichen Arbeitens des PdV gibt es?
Diskussionergebnisse der Gruppe geteilt
´7
11.45-11.50
9
Zusammenfassung der Ergebnisse, nächste Schritte
TN verstehen die Bedeutung der Konstituierungsschulung im Kontext des KIDD-Prozesses
Ergebnissicherung (es werden Protokolle erstellt und zeitnah an TN versendet)
Ausblick auf nächste Schulungen
´10
11.50-12.00
10
Verabschiedung
Konstituierung und Kontextherstellung
Rechtlicher und ethischer Hintergrund
Der KIDD-Prozess
Die Bedeutung von Diversität im KIDD-Prozess
Übungen: Konstituierung des Panels der Vielfalt (PdV) in Kleingruppendiskussionen
Abschluss